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	<title>Statements Archive - Digitale Diät</title>
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	<description>Schlüsselqualifikationen für die digitale Transformation</description>
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	<title>Statements Archive - Digitale Diät</title>
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		<title>&#8220;Ich bin mehr als ein Like.&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabina von Fischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Aug 2018 08:47:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Statements]]></category>
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	<p><strong>Interview mit einer 19-j&auml;hrigen Studentin der Politikwissenschaft</strong></p>
<p><em><strong>Welchen Nutzen und welche Risiken bringt die Digitalisierung f&uuml;r Dich?<br>
</strong></em>Ich bin mit der Digitalisierung aufgewachsen. Die Digitalisierung und die Globalisierung haben meine Generation gepr&auml;gt. Den gr&ouml;ssten Nutzen der Digitalisierung f&uuml;r mich ist die Vernetzung. Es ist einfacher zu kommunizieren und sich Wissen anzueignen. Es ist viel einfacher, auf Wissen zuzugreifen als fr&uuml;her, als man in einer Bibliothek das richtige Buch finden musste. Das ist aus meiner Sicht eine der gr&ouml;ssten Errungenschaften der Digitalisierung. Der erleichterte Zugang erm&ouml;glicht es, sich selbst zu verwirklichen, weil man sich &uuml;ber jene Dinge informieren kann, die einen interessieren.</p>
<p><em><strong>Welche Social Media nutzt Du?<br>
</strong></em>Keine. Ich nutze WhatsApp. Und sehr begrenzt Pinterest und Tumbler. Als ich 16 Jahre alt war, habe ich alle meine Social Media Accounts gel&ouml;scht.</p>
<p><em><strong>Wie kam es dazu?<br>
</strong></em>Ich war sehr aktiv auf Social Media, aber irgendwann wurde es mir zu dumm. Ich denke, gerade junge Menschen suchen Best&auml;tigung. Social Media werden oft genutzt, um diese Best&auml;tigung zu bekommen. Es geht um Likes, um Follows, es geht darum, sich zu zeigen. Ich finde es aber problematisch, da das Ganze total fake ist. Es geht nur darum: Ich like das Bild einer Person, damit sie meins zur&uuml;ck liked, dabei ist es v&ouml;llig zweitrangig, ob mir das Bild wirklich gef&auml;llt oder nicht. Die erhaltene Best&auml;tigung ist also nicht echt. Social Media f&ouml;rdert somit den kollektiven Selbstbetrug. Wenn dein Selbstvertrauen von Likes abh&auml;ngig ist, was passiert, wenn du mal weniger Likes hast oder jemand einen doofen Kommentar schreibt? Ich habe f&uuml;r mich bemerkt, dass das nicht ein gesunder Weg ist, sich selbst zu finden. Ich will mich nicht &uuml;ber die Zustimmung von andern definieren. Innerhalb von kurzer Zeit habe ich Facebook, Instagram und Snapchat gel&ouml;scht.</p>
<p>Klar h&auml;tte ich auch heute ab und zu gerne Zugriff auf Social Media. Es ist interessant zu sehen, was andere machen &ndash; Klatsch und Tratsch. Aber, den Preis den ich zahle, ist mir zu hoch. Ich will gefallen, das gebe ich ehrlich zu. Wenn ich ein Bild hochlade, will ich, dass es gef&auml;llt. Ich reaktiviere meine Accounts nicht, weil ich Angst habe wieder in die Muster von fr&uuml;her reinzufallen. F&uuml;r mich ist das auch Selbstschutz. Wenn ich sehe, was andere f&uuml;r Likes machen oder wie sie sich f&uuml;hlen, wenn sie nicht genug Likes bekommen, finde ich es schrecklich.</p>
<p><em><strong>Wie war das in Deinem Umfeld?<br>
</strong></em>Zum Beispiel die Like-Kultur: Auf Instagram geht es nur um &laquo;Follow for Follow, Like for Like&raquo;. Es geht also um den Handel: Ich like dein Bild, du likest meins. Beide haben etwas davon, weil es um den Like geht.</p>
<p><em><strong>Ist das nicht v&ouml;llig inhaltsleer? Worum geht es wirklich?<br>
</strong></em>Best&auml;tigung. Obwohl Du genau weisst, dass es eine Illusion ist. Aus meiner Sicht sind besonders unsichere Menschen sehr anf&auml;llig daf&uuml;r. Dort liegt aus meiner Sicht die Gefahr von Social Media. Du kannst ein gesundes Selbstbewusstsein nicht auf einer Illusion begr&uuml;nden. Oder auf deinem Aussehen. Was ist auf Social Media wichtig? Wie du aussiehst. Auf den Selfies sehen viele allerdings nicht so aus wie sie wirklich aussehen und zudem ist Sch&ouml;nheit verg&auml;nglich. Was machst du mit 50 wenn vielleicht nicht mehr alles so straff ist. Was hast du dann noch, wenn du dich immer &uuml;ber dein Aussehen und &uuml;ber deine Likes definiert hast? Du reduzierst dich extrem. Das wollte ich nicht mehr. Ich bin mehr als ein Like. Und ich bin mehr als ein Bild.</p>
<p><em><strong>Gibt es in Deiner Generation ein Bewusstsein daf&uuml;r?<br>
</strong></em>Das ist sehr abh&auml;ngig von der Person. Ich denke es gibt etwa drei Kategorien: Jene, die sich bewusst sind, die nichts mit Social Media zu tun haben wollen. Jene, die gar nicht dar&uuml;ber reflektieren. Und dann gibt es jene, die sich bewusst sind, aber nicht aufh&ouml;ren k&ouml;nnen. Ich denke, dass die Best&auml;tigung halt auch ein bisschen s&uuml;chtig macht. Wenn du den einzigen Kanal, &uuml;ber den du Best&auml;tigung kriegst, kappst, dann musst du dich mit dir selbst auseinandersetzen. Das ist wie ein Entzug. Das ist schwierig. F&uuml;r mich war es nicht einfach. Andererseits war ich auch an einem Punkt, an dem es f&uuml;r mich das richtige war. F&uuml;r mich war es befreiend, weil ich es in einer Situation tat, in der die Oberfl&auml;chlichkeit, die auf Social Media vorherrscht, f&uuml;r mich zur Belastung geworden ist.</p>
<p><em><strong>Was ist Dein Tipp zum Umgang mit Social Media?<br>
</strong></em>Ich glaube Facebook kann man ab 12 oder 13 Jahren haben. Wenn ich mit mir in diesem Alter reden k&ouml;nnte, w&uuml;rde ich sagen: Mach es nicht. Nicht in dem Alter. Mach es sp&auml;ter, sobald du dich selbst gefunden hast, unabh&auml;ngig davon, was andere von dir denken. Ich glaube, dass musst du fr&uuml;her oder sp&auml;ter sowieso lernen. Aber das betrifft mich. Ich denke, es gibt auch Menschen, die gut damit umgehen k&ouml;nnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>&#8220;Das System lernt mit, wenn meine Antwortzeiten länger werden.&#8221;</title>
		<link>https://digital-diet.ch/das-system-lernt-mit-wenn-meine-antwortzeiten-laenger-werden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabina von Fischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jul 2018 11:22:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Statements]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://digital-diet.ch/das-system-lernt-mit-wenn-meine-antwortzeiten-laenger-werden/">&#8220;Das System lernt mit, wenn meine Antwortzeiten länger werden.&#8221;</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-diet.ch">Digitale Diät</a>.</p>
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	<p><strong>Interview mit einem Spezialisten f&uuml;r betriebliches Gesundheitsmanagement eines Schweizer Grossunternehmens</strong></p>
<p><em><strong>Welche Themen besch&auml;ftigen Sie im betrieblichen Gesundheitsmanagement bezogen auf den digitalen Wandel?</strong></em><br>
Einer der gr&ouml;ssten Paradigmenwechsel im Kontext Technologisierung und Digitalisierung ist meiner Meinung nach, dass man nicht aus einer Anforderung heraus ein System entwickelt, sondern dass man schaut, welche Systeme gibt es &ndash; Drohnen, virtual reality, etc. &ndash; und dann versucht, diese Systeme irgendwo einzusetzen. Das bedeutet, dass die Passung nie wirklich gut ist zwischen menschlicher T&auml;tigkeit und Technologie. Dort stellen sich &Uuml;berforderungsthemen &ndash; vor allem bei den niedrig qualifizierten Mitarbeitenden, deren T&auml;tigkeitsfelder von der Automatisierung bedroht sind. Bei den White Collar-Mitarbeitenden ist der Unterschied zwischen Anforderungen und vorhandenen Kompetenzen viel geringer und damit auch die krankheitsbedingten Ausf&auml;lle.</p>
<p><em><strong>Welchen Handlungsbedarf sehen Sie in Bezug auf die White Collar-Mitarbeitenden? </strong></em><br>
Ein Handlungsfeld sind Aushandlungsprozesse. Wir glauben als Mitarbeitende unheimlich viele implizite Erwartungen zu sp&uuml;ren. Wenn man diese expliziert, gibt es &Uuml;berraschungen. Das heisst: Ich glaube, dass wenn mir der Vorgesetzte am Samstag eine Mail schreibt, die Erwartung besteht, dass ich zur&uuml;ckschreibe oder, dass ich auch in den Ferien erreichbar sein muss, etc. Wir haben verschiedene Workshop-Settings dazu konzipiert, die Vorgesetzte mit ihren Mitarbeitenden durchf&uuml;hren k&ouml;nnen, zum Beispiel zum Thema Telearbeit, Homeoffice, Erreichbarkeit im Zug, in den Ferien, etc.<br>
Zudem gibt es top down gewisse Vorgaben. Unsere Unternehmensspitze hat klar kommuniziert, dass es reicht, einmal am Tag seine Mails zu bearbeiten. Wenn es dringend ist, nutzen wir das Telefon. Ich denke, dass es wichtig ist, solche Aussagen top down zu machen, ohne zu stark normativ einzugreifen. Aushandlungsprozesse sind wichtiger als das Verbot, dass niemand am Sonntag arbeiten darf.</p>
<p><em><strong>Wie weit sind diese Aushandlungsprozesse fortgeschritten? </strong></em><br>
Wir befinden uns in einer &Uuml;bergangsphase von jener Welt, die &uuml;ber Kennzahlen, Projekt-Reportings und Anwesenheit trackt, und einer Welt, in der die Leistung stimmen muss und der Weg dorthin frei ist. &Uuml;bergangsphasen sind heikel, weil es Vorgesetzte gibt, die &uuml;ber beides steuern, einerseits klar &uuml;ber Ziele, andererseits so viele Reportings verlangen, dass die Handlungsspielr&auml;ume schrumpfen. Das bedeutet, dass die negativen Effekte aus beiden Welten sp&uuml;rbar werden. Gerade im Projektmanagement ist das ein grosses Thema. In der agilen Projektwelt ist es wichtig, dass man ausprobieren und auch mal auf die Nase fallen darf. Dort engt eine strenge Kontrolle des Weges durch stetiges Reporting ein. Die beiden Vorgehensweisen beissen sich und verursachen Stress. Deswegen sind &Uuml;bergangsphasen, wie sie im Kontext Digitalisierung viele Unternehmen momentan durchlaufen, am anspruchsvollsten.</p>
<p><em><strong>Aus Sicht des betrieblichen Gesundheitsmanagements: Welche Herausforderungen ergeben sich in dieser &Uuml;bergangsphase?</strong></em><br>
Eine Herausforderung ist sicher, dass es in solchen Phasen die Tendenz der &Uuml;bersteuerung gibt. Alles muss pl&ouml;tzlich agil sein. Agiles Projektmanagement passt aber nicht f&uuml;r alle Projekte. Im Moment sind wir in der Phase, in der alles agil und holokratisch sein soll. In diesem Zusammenhang sind wir konfrontiert mit Sinnhaftigkeitsthemen und Zielkonflikten.<br>
Ein weiteres Thema ist das Level an Selbstkompetenz, die diese Art von Arbeit erfordert. Es kommt zu einem Verlust von Halt, angefangen bei der flexiblen Arbeitszeit, &uuml;ber flexible Arbeitsorte, hin zu, dass ich in unterschiedlichen Konstellationen arbeite. Es gibt also nirgends mehr Stabilit&auml;t.<br>
Ich finde die daraus wachsenden Anspr&uuml;che an die Mitarbeitenden gigantisch. Wir analysieren zum Beispiel, welches sind Kernt&auml;tigkeiten heute und welches werden die Kernt&auml;tigkeiten 2030 sein. Dann evaluieren wir den Kompetenz-Gap. Bei allen Analysen, bei denen ich bisher dabei war, steht am Ende die eierlegende Wollmilchsau. Wenn man einen Greenfield-Ansatz verfolgt, hat man die Tendenz, am Schluss die Spitzensportler zu haben. Das entspricht einfach nicht der Realit&auml;t. Alle Unternehmen wollen die Spitzensportler. Alle greifen aber auf denselben Markt mit denselben begrenzten Ressourcen zu. Der Markt wird das nicht hergeben. Deshalb m&uuml;ssten wir uns die Frage stellen, ob wir nicht einfach mit dem arbeiten, was zur Verf&uuml;gung steht. Wir bauen uns die sch&ouml;ne neue Welt, aber das Baumaterial ist immer noch dasselbe. Aus BGM Perspektive versuchen wir zu vermitteln, dass ein Elefant nicht auf einen Baum klettern wird. Die Digitalisierung bietet unheimlich viele Chancen, aber halt auch Risiken. Wir k&ouml;nnen nicht alles durch die rosa Brille sehen und daneben kippen die Menschen um.</p>
<p><em><strong>Was kann ein Elefant denn realistisch betrachtet lernen? Was ist realistisch bez&uuml;glich des Erwerbs von Selbstkompetenz im digitalen Wandel?</strong></em><br>
Ich glaube als erster Punkt m&uuml;ssen die Menschen in Bewegung gebracht werden. Wieder lernen zu lernen, den Umgang mit einer dynamischen Umwelt, den Umgang mit Unsicherheit lernen und Selbstreflexion als einer der zentralen Punkte. Wo stehe ich als Mensch mit meinen Kompetenzen, mit meinen W&uuml;nschen und meinen Motiven? Wenn ich darauf keine Antworten habe, wird die Digitalisierung eine Bedrohung f&uuml;r mich darstellen. Ein Reflexionsprozess erm&ouml;glicht es, die eigenen Chancen zu erkennen. Es geht f&uuml;r mich in die Richtung von Jobcrafting. Wir werden je l&auml;nger je weniger stabile Berufsbilder haben. Das bedeutet, ich muss mein Umfeld so gestalten k&ouml;nnen, wie es f&uuml;r mich passt. Es geht nicht darum, etwas um 180 Grad zu &auml;ndern, sondern darum, seine eigene Nische zu finden. Solche Basiskompetenzen braucht es. Ich denke wir setzen auch hier zu hoch an. Die Menschen wissen nicht wer sie sind, was sie wollen und k&ouml;nnen und wir setzen an bei der Entwicklung technologischer Kompetenz. Ich denke es braucht ein besseres Fundament.</p>
<p><em><strong>Also auch die Frage danach wie Technologie nutzbringend und nicht sch&auml;digend eingesetzt werden kann?</strong></em><br>
Ja, im Sinne der Selbstkompetenz, dass ich die Technologie nutze und nicht von ihr gesteuert werde. Das ist eine anspruchsvolle Kompetenz. Sie setzt eine Metakompetenz voraus, mit der der Mehrwert der Technologie hinterfragt wird. Ich muss den Kern der Technologie begreifen, um sie nutzbringend einzusetzen und mich auch dagegen entscheiden d&uuml;rfen. Das spielt in die ganzen Flexibilisierungsthemen, sprich Homeoffice und Telearbeit, rein.</p>
<p><em><strong>Wie sieht Ihre pers&ouml;nliche On-/Offline Balance aus?</strong></em><br>
Ich bin recht strikt und lasse die Vermischung von Berufsleben und anderem Leben nicht gross zu. Ich teste seit ein paar Jahren, was das System zul&auml;sst und stelle fest, dass es unheimlich viel zul&auml;sst. Das System lernt mit, wenn meine Antwortzeiten l&auml;nger werden. Wenn mein Gegen&uuml;ber weiss, dass ich nicht innerhalb von einer Stunde zur&uuml;ckschreibe, kriege ich die Auftr&auml;ge auch nicht eine Stunde bevor ich sie erledigt haben sollte. F&uuml;r mich war es spannend zu sehen, was m&ouml;glich wird, wenn man das konsequent durchzieht. Klar gibt es ein Risiko dabei, wenn kurze Reaktionszeiten erwartet werden. Vielleicht merkt das Gegen&uuml;ber aber auch, dass wenn etwas zur&uuml;ckkommt, es dann auch durchdacht ist. Eine Antwort, die mich innerhalb von drei Minuten erreicht, ist vielleicht nicht gleich durchdacht. Zuerst gab es ein grosses Aufheben, als ich vier Wochen in die Ferien fuhr. Drei Jahre sp&auml;ter ist es normal. Es braucht manchmal auch Mut, sich etwas zu getrauen und etwas vorzuleben, was vielleicht auch andere m&ouml;chten.</p>
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		<title>Wer sich permanent selbst kuratiert, verpasst den Moment</title>
		<link>https://digital-diet.ch/wer-sich-permanent-selbst-kuratiert-verpasst-den-moment/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabina von Fischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jun 2018 06:41:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Statements]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lesen Sie das ganze Interview im bso-Journal 2018:2.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Lesen Sie das ganze Interview im <a href="https://digital-diet.ch/wp-content/uploads/2018/06/2180402_bso_journal_2-2018.pdf" target="_blank" rel="noopener">bso-Journal 2018:2</a>.</p>
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		<item>
		<title>&#8220;Wenn bei der Einführung einer neuen Technologie gefragt wird «Warum kapieren das die Mitarbeitenden nicht?» finde ich das die falsche Frage.&#8221;</title>
		<link>https://digital-diet.ch/wenn-bei-der-einfuehrung-einer-neuen-technologie-gefragt-wird-warum-kapieren-das-die-mitarbeitenden-nicht-finde-ich-das-die-falsche-frage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabina von Fischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 May 2018 17:32:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Statements]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://digital-diet.ch/wenn-bei-der-einfuehrung-einer-neuen-technologie-gefragt-wird-warum-kapieren-das-die-mitarbeitenden-nicht-finde-ich-das-die-falsche-frage/">&#8220;Wenn bei der Einführung einer neuen Technologie gefragt wird «Warum kapieren das die Mitarbeitenden nicht?» finde ich das die falsche Frage.&#8221;</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-diet.ch">Digitale Diät</a>.</p>
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	<p><strong>Interview mit Organisationsentwicklerin und &laquo;digitale Di&auml;t&raquo;-Crewmitglied Susanne Peter<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-1780 alignright" src="https://digital-diet.ch/wp-content/uploads/2017/02/susanne-peter-300x300.png" alt="Susanne Peter, On-/Offline Organisationsentwicklerin" width="300" height="300" srcset="https://digital-diet.ch/wp-content/uploads/2017/02/susanne-peter-300x300.png 300w, https://digital-diet.ch/wp-content/uploads/2017/02/susanne-peter-150x150.png 150w, https://digital-diet.ch/wp-content/uploads/2017/02/susanne-peter-50x50.png 50w, https://digital-diet.ch/wp-content/uploads/2017/02/susanne-peter-100x100.png 100w, https://digital-diet.ch/wp-content/uploads/2017/02/susanne-peter.png 500w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></strong></p>
<p><em><strong>&laquo;Digitale Di&auml;t&raquo;: Was ist Deine pers&ouml;nliche Motivation, Dich f&uuml;r digitale Di&auml;t zu engagieren?</strong></em><br>
Susanne Peter: Ich habe zwei Seiten in mir. Teils bin ich ein digitaler Dinosaurier und traue mich nicht an digitale Technologien. Gleichzeitig habe ich bei Whatsapp etc. ein teils obsessives Verhalten und bin stark beeinflussbar. Die Auseinandersetzung damit, wo ich mich abgrenzen und wo ich dazulernen muss, finde ich wichtig.<br>
Dar&uuml;ber hinaus finde ich das Angebot zentral, da die Technologie nur so gut ist, wie der Mensch sie nutzt. Die Kopplung zwischen Mensch und Technologie funktioniert im digitalen Wandel meiner Meinung nach meist nicht optimal. Zum Beispiel im Gesundheitswesen, wo es viele gute technologische Ideen gibt, aber die Nutzer*innen den Nutzen (noch) nicht erkennen.</p>
<p><em><strong>Kannst Du ein Beispiel nennen, wo Du aktuell Bedarf f&uuml;r eine digitale Di&auml;t siehst?</strong></em><br>
In der Branche aus der ich komme &ndash; aus dem Gesundheitswesen &ndash; geht es ja momentan vor allem darum, Technologie einzuf&uuml;hren. Ich habe immer wieder erlebt, dass coole Tools eingef&uuml;hrt und dann nicht genutzt wurden. Dann stellt sich die Frage: Warum wird die Technologie nicht genutzt? Die Tools passen teils zu wenig zu den Arbeitsprozessen. Eine Technologie, die anschlussf&auml;hig sein will an zig Branchen ist vielleicht zu wenig auf eine spezifische Situation adaptierbar. Die Schulung von Anwenderkenntnissen verfehlt dann oft das Ziel. Wir m&uuml;ssen besser kl&auml;ren, ob das einzuf&uuml;hrende Tool der Zielsetzung unseres Arbeitsalltags entspricht.</p>
<p><em><strong>Welches Vorgehen findest Du als Spezialistin f&uuml;r Organisationsentwicklung sinnvoll, wenn es darum geht, neue Technologie einzuf&uuml;hren?</strong></em><br>
Grunds&auml;tzlich br&auml;uchte es bei der Entscheidung f&uuml;r eine bestimmte Technologie eine bessere Erhebung davon, was die Technologie den einzelnen Berufsgruppen in einer Organisation bringt. Diese Erhebung sollte am Anfang stehen und die Entscheidung nicht nur top down durchgesetzt werden. Meiner Erfahrung nach werden die Nutzer*innen zwar involviert in diesen Prozess, ihre Stimme wird aber oft &uuml;bersteuert von F&uuml;hrungspersonen oder Technologieexperten. Die Nutzer*innen m&uuml;ssten meiner Meinung nach eine gewichtigere Stimme haben und ihre Widerst&auml;nde und &Auml;ngste ernster genommen werden. Wenn bei der Einf&uuml;hrung einer neuen Technologie gefragt wird: Warum kapieren das die Mitarbeitenden nicht? finde ich das die falsche Frage. Die richtige Frage w&auml;re: Warum ist die Technologie nicht anschlussf&auml;hig an den Kontext und warum haben wir das bei der Implementierung &uuml;bersehen.</p>
<p><em><strong>Mit welchen Ans&auml;tzen k&ouml;nnte man sowas verhindern?</strong></em><br>
Bei gr&ouml;sserer Ver&auml;nderung &ndash; und die Einf&uuml;hrung einer neuen Technologie ist oft eine gr&ouml;ssere Ver&auml;nderung &ndash; finde ich es sinnvoll und hilfreich, mit m&ouml;glichst vielen Perspektiven aus der Organisation zu arbeiten, das bedeutet, Perspektiven aus verschiedenen Hierarchiestufen und Berufsgruppen einzubeziehen. Das kann man erreichen zum Beispiel mit dem Arbeitsformat der Organisationskonferenz, indem Teile des Ver&auml;nderungsprozesses mit m&ouml;glichst Vielen aus der Organisation gemeinsam gestaltet werden. Dabei gilt es, darauf zu h&ouml;ren, welche Anliegen von den verschiedenen Anspruchsgruppen vertreten werden. Denn wahrscheinlich muss an ganz verschiedenen Orten, Punkten und zu ganz unterschiedlichen Themen gelernt, verhandelt und ge&uuml;bt werden.</p>
<p><em><strong>Wie sieht Deine pers&ouml;nlich digitale Di&auml;t aus?</strong></em><br>
Meine teils obsessive Nutzung des Smartphones behandle ich so, dass ich das Ger&auml;t ab und zu ausschalte oder bewusst zu Hause lasse und mich diszipliniere, in welchem Moment ich auf das Ger&auml;t schaue &ndash; idealerweise nicht vor dem zu Bett gehen oder unmittelbar nach dem Aufwachen. Ich finde es auch wichtig, ganz bewusst etwas Anderes zu machen, zum Beispiel in die Natur zu gehen anstatt sich permanent berieseln zu lassen.</p>
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		<title>phonelove.ch – Alle Episoden der Webserie zum Smartphone-Nutzungsverhalten jetzt verfügbar</title>
		<link>https://digital-diet.ch/webserie-zum-smartphone-nutzungsverhalten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabina von Fischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 May 2018 10:57:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Statements]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Webserie unserer Interviewpartnerin Steffi Bergner ist online. Die Serie beleuchtet unser Smartphone Nutzungsverhalten aus verschiedenen Perspektiven. Absolut sehenswert! Hier geht&#8217;s zu den einzelnen Episoden. Und hier geht&#8217;s zu unserem</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Webserie unserer Interviewpartnerin Steffi Bergner ist online. Die Serie beleuchtet unser Smartphone Nutzungsverhalten aus verschiedenen Perspektiven. Absolut sehenswert!<br />
Hier geht&#8217;s zu den <a href="https://www.youtube.com/channel/UCu5GPOAfbVCwm7SchdTvDOA" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einzelnen Episoden</a>. Und hier geht&#8217;s zu unserem <a href="https://digital-diet.ch/ich-bin-ein-fan-der-digitalisierung-und-den-damit-verbundenen-moeglichkeiten-und-erleichterungen-im-alltag/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview mit Steffi</a>.</p>
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		<title>&#8220;In den Ferien selbst konnte ich viel schneller und besser abschalten als sonst.&#8221;</title>
		<link>https://digital-diet.ch/in-den-ferien-selbst-konnte-ich-viel-schneller-und-besser-abschalten-als-sonst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabina von Fischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 May 2018 05:41:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Statements]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://digital-diet.ch/?p=2947</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://digital-diet.ch/in-den-ferien-selbst-konnte-ich-viel-schneller-und-besser-abschalten-als-sonst/">&#8220;In den Ferien selbst konnte ich viel schneller und besser abschalten als sonst.&#8221;</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-diet.ch">Digitale Diät</a>.</p>
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	<p><strong>Interview mit Julia Kalenberg, selbst&auml;ndige Unternehmerin</strong></p>
<p><em><strong>&laquo;digitale Di&auml;t&raquo;: Du hast k&uuml;rzlich gewagt, eine l&auml;ngere Zeit offline zu gehen. Wie kam es dazu?</strong></em><br>
Julia Kalenberg: Die Idee und den Wunsch hatte ich schon seit einiger Zeit, eigentlich meistens wenn wir in die Ferien gingen. Aber mich hat immer die Aussicht auf hunderte von Mails nach langen Ferien abgeschreckt. Dieses Jahr haben wir im Fr&uuml;hjahr eine Reise nach Bhutan geplant, ein spezielles Land, mit einem interessanten Ansatz, der f&uuml;r den Wohlstand nicht nur das Bruttosozialprodukt misst sondern auch das Gl&uuml;cksprodukt, also wie es den Menschen dort geht. Mir war es wichtig, im dortigen Leben einzutauchen und unterwegs m&ouml;glichst viel Zeit im Hier und Jetzt zu verbringen, alles intensiv wahrzunehmen. Ich h&auml;tte es schade gefunden, so eine lange Reise auf mich zu nehmen, in eine andere Kultur eintauchen zu k&ouml;nnen und dann doch immer wieder rausgerissen zu werden. Denn in den bisherigen Ferien es schon so, dass mich das &bdquo;ab und zu E-Mails checken&ldquo; unterwegs immer unterbrochen hat und ich nie ganz abschalten konnte. Jetzt wollte ich einfach mal sehen, was das f&uuml;r einen Unterschied macht.</p>
<p><em><strong>Welche Erfahrung hast du in Deiner Offline-Zeit gemacht?</strong></em><br>
Vor meiner Offline-Zeit hatte ich Bedenken, ob ich das &uuml;berhaupt machen kann, ob das akzeptiert wird, vor allem von meinen Kunden. Als selbst&auml;ndige Unternehmerin hatte ich das Gef&uuml;hl, immer verf&uuml;gbar sein zu m&uuml;ssen. Aber es geht auch anders. Meine Kunden habe ich informiert &uuml;ber meine Abwesenheit und die geplante Offline-Zeit. Die Reaktionen darauf waren durchweg positiv. In meiner elektronischen Abwesenheitsnotiz standen konkrete Ansprechpartner f&uuml;r Informationen in dringenden F&auml;llen. Das Wichtigste f&uuml;r mich war, dass meine Vertretung w&auml;hrend meiner Abwesenheit in einigen F&auml;llen per Mail nachgehakt hat und vor allem eine Menge unwichtiger Mails direkt gel&ouml;scht hat. So hatte ich nach meiner R&uuml;ckkehr eine recht &uuml;bersichtliche Zahl von Mails zu beantworten. Meine Erfahrung also: Es geht! Ich habe nichts verpasst!</p>
<p>In den Ferien selbst konnte ich viel schneller und besser abschalten als sonst. Bereits am dritten Tag hatte ich den &Uuml;berblick verloren, welcher Wochentag gerade war. Ich habe viel Zeit f&uuml;rs Tagebuch-Schreiben verwendet. Das mache ich auch sonst auf Reisen, aber diesmal noch intensiver. Am Anfang war es schon seltsam, wenn andere am Flughafen oder unterwegs im Hotel &ndash; sobald es W-LAN hatte &ndash; sofort ihr Smartphone in der Hand hatten und online besch&auml;ftigt waren. Ich habe mir in der Zeit eine bewusste Pause geg&ouml;nnt. Nichts tun und einfach beobachten und geniessen.</p>
<p><em><strong>Wie wirkt sich diese Offline-Erfahrung in Deinen Alltag aus?</strong></em><br>
Es best&auml;rkt mich in meinen Bem&uuml;hungen um einen bewussten Umgang mit On- und Offline-Zeiten. Ich f&uuml;hle mich vor allem best&auml;rkt in meiner bisher eher unbewussten Abneigung, die E-Mails auf meinem Smartphone zu empfangen. Ich bin nicht so wichtig, dass ich jederzeit erreichbar sein muss. Eigentlich m&uuml;sste zweimal am Tag E-Mails checken und beantworten mehr als ausreichen. Ausserdem ist mir bewusst geworden, dass sich das Beantworten von E-Mails auch oft in die Wochenenden hineingefressen hat. Da steuere ich bewusst entgegen und schaue nur einmal am Sonntagnachmittag hinein, damit ich am Montag morgen mit einem leeren Postfach und offline starten kann.<br>
Ich bin wieder konsequenter geworden, was das zweimal t&auml;glich E-Mail-Checken angeht. Und darin, dass ich meine Arbeit morgens auf jeden Fall offline beginne, denn dann kann ich konzentriert arbeiten.</p>
<p><em><strong>Inwiefern hat Dir die Offline-Zeit geholfen, Dein Nutzungsverhalten digitaler Tools zu &auml;ndern?</strong></em><br>
Eine wichtige Ver&auml;nderung, die sich vielleicht klein anh&ouml;rt, aber einen grossen Unterschied macht ist folgende: Ich f&uuml;lle kurze Zeiten wie Warten aufs Tram oder eine Tramfahrt nicht mehr mit einem kurzen Griff zum Natel, um ein Whatsapp zu schreiben, nach dem Wetter zu schauen oder Nachrichten zu lesen. Stattdessen nehme ich mir h&auml;ufiger die Zeit, bewusst meine Umgebung wahrzunehmen und im Hier und Jetzt zu sein. Farben wahrzunehmen, Ger&auml;usche, Ger&uuml;che und auf einer bekannten Strecke Dinge zu entdecken, die ich bisher noch nie gesehen habe. Das entspannt mich und entschleunigt. Dass ich eine Pause wirklich als Pause wahrnehme und sie nicht mit dem Griff zum Smartphone f&uuml;lle, ist sicher eine Auswirkung der Offline-Zeit und von einem wertvollen Seminar &bdquo;Zeitmanagement, einmal anders&ldquo;, das ich vor 2 Wochen besucht habe.</p>
<p><em><strong>Welchen Tipp gibst Du Menschen, die selber den Schritt in eine l&auml;ngere Offline-Phase wagen wollen?</strong></em><br>
Mit den Tipps finde ich es immer schwierig, weil jeder andere Bed&uuml;rfnisse und Gewohnheiten hat. Grunds&auml;tzlich hilft es sicher, Vertrauen in sich zu haben, dass die Zeit gelingt und dass man sich auf die Erfahrungen freut, die im Hier und Jetzt und weniger online entstehen. Dass man einfach neugierig ist auf die m&ouml;glichen positiven Ver&auml;nderungen. Just do it! Ich habe nach den anf&auml;nglichen Zweifeln vor dem Start ausschliesslich positive Erfahrungen gemacht.</p>
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		<title>&#8220;Ich sehe die Technologie einfach als Werkzeug und nutze die positiven Aspekte.&#8221;</title>
		<link>https://digital-diet.ch/ich-sehe-die-technologie-einfach-als-werkzeug-und-nutze-die-positiven-aspekte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabina von Fischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 May 2018 05:07:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Statements]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://digital-diet.ch/?p=2868</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://digital-diet.ch/ich-sehe-die-technologie-einfach-als-werkzeug-und-nutze-die-positiven-aspekte/">&#8220;Ich sehe die Technologie einfach als Werkzeug und nutze die positiven Aspekte.&#8221;</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-diet.ch">Digitale Diät</a>.</p>
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	<p><strong>Interview mit Anna Schober, Online Redakteurin</strong></p>
<p><em><strong>&laquo;digitale Di&auml;t&raquo;: Du geh&ouml;rst zu den digital natives und arbeitest als Online Redakteurin in einem T&auml;tigkeitsfeld, das es nur dank der Digitalisierung gibt. Gibt es f&uuml;r Dich &uuml;berhaupt noch einen Unterschied zwischen digital und analog?</strong></em><br>
Anna Schober: Ja, ich finde es gibt einen grossen Unterschied. Das Digitale umfasst f&uuml;r mich die ganzen Arbeitsmittel, die Werkzeuge mit denen ich arbeite, um die ich sehr froh bin, weil sie die Zusammenarbeit erleichtern. Ich arbeite einmal in der Woche von zu Hause aus. Das ist super, weil ich dann nicht immer von Bern nach Z&uuml;rich pendeln muss und trotzdem vernetzt bin. Das Analoge finde ich aber sehr wichtig &ndash; pers&ouml;nliche Gespr&auml;che zum Beispiel. Nach einem Tag Homeoffice habe ich das Bed&uuml;rfnis ins B&uuml;ro zu gehen und meinen Projektpartner*innen beim Gespr&auml;ch in die Augen sehen zu k&ouml;nnen. Ich finde, diese Qualit&auml;t braucht es.</p>
<p><em><strong>Ist Deine Haltung repr&auml;sentativ f&uuml;r digital natives?</strong></em><br>
Ich kann nicht f&uuml;r jene Generation sprechen, die quasi mit dem Handy geboren wurde. Ich habe den Wandel noch miterlebt. Ich bin ohne Smartphone aufgewachsen. Ich beobachte, dass f&uuml;r meine Generation der pers&ouml;nliche Austausch immer noch sehr wichtig ist. Auch bei den j&uuml;ngeren gibt es solche, die sich vom Smartphone distanzieren.</p>
<p><em><strong>Wie wirkt sich die Digitalisierung Deiner Meinung nach auf Beziehungen aus?</strong></em><br>
Sie ver&auml;ndert Beziehungen auf jede Art. Angefangen damit, dass man sich verabredet und kurz vor dem Termin eine Nachricht schreibt, dass man zu sp&auml;t kommt. Fr&uuml;her h&auml;tte man einfach gewartet. Wenn man nicht aufpasst, kann sich das Gef&uuml;hl einschleichen, st&auml;ndig online und damit verf&uuml;gbar sein zu m&uuml;ssen. Oder beispielsweise auch, dass man sich st&auml;ndig fotografiert und Bilder von sich auf den Sozialen Medien postet. Das kreiert eine Art zweite Realit&auml;t, in der man sich bewegt. Die digitalen M&ouml;glichkeiten ver&auml;ndern viele Aspekte des Lebens.</p>
<p><em><strong>Welche Vor- und Nachteile siehst Du darin?</strong></em><br>
Vorteile sind, dass ich rasch auf Google Maps schauen kann, wo mein n&auml;chstes Treffen stattfindet, dass ich Dinge online bestellen kann, dass ich schnell mit der ganzen Welt verbunden bin. Beim Arbeiten habe ich Alles auf s&auml;mtlichen Ger&auml;ten verf&uuml;gbar. Als Nachteil sehe ich, dass man sich ein wenig getrieben f&uuml;hlt. Wenn ich zum Beispiel mit einer Kollegin irgendwo bin und sie kurz auf die Toilette geht, schaue ich auf mein Smartphone und sehe, wo ich sonst noch sein k&ouml;nnte. Man kann sich selbst Druck aufsetzen, indem man sich vor Augen f&uuml;hrt, was man noch machen k&ouml;nnte oder machen sollte. Wenn man nicht aufpasst, ist man mit den Gedanken gleichzeitig an mehreren Orten. Mich beunruhigen auch die gesundheitlichen Risiken, die vom Smartphone ausgehen k&ouml;nnen, zum Beispiel die elektromagnetischen Strahlen, &uuml;ber die man noch nicht viel weiss. Ich denke, das wird noch untersch&auml;tzt.</p>
<p><em><strong>Wie gehst Du damit um, dass es m&ouml;glich ist, permanent verf&uuml;gbar zu sein?</strong></em><br>
Ich finde es manchmal schwierig und f&uuml;hle mich abgelenkt. Ich war auch schon an einem freien Tag wandern und hatte mein Handy im Rucksack. Als es dann die ganze Zeit vibriert hat, f&uuml;hlte ich mich abgelenkt von der sch&ouml;nen Landschaft. Ich habe dann das Handy bewusst ausgeschaltet und mich aktiv auf meine Wanderung konzentriert. Das f&uuml;hlte sich gut an. Ich habe gesp&uuml;rt, wie meine Gedanken zur Ruhe kamen &ndash; wie ich mich darauf einlassen konnte, was um mich herum in echt geschah. Wenn ich Nachrichten erhalte, schreibe ich nicht immer gleich zur&uuml;ck, weil ich dann st&auml;ndig aus dem aktuellen Kontext falle. Ich verschiebe das Antworten auf sp&auml;ter, zum Beispiel auf meine Zeit beim Zugfahren.</p>
<p><em><strong>Wie gut gelingt es Dir, solche Strategien umzusetzen?</strong></em><br>
Gut. Mein Umfeld weiss, dass ich sehr zuverl&auml;ssig bin und dass ich mich melde, sobald ich Zeit habe.</p>
<p><em><strong>Wie nutzt Du Social Media?</strong></em><br>
Ein facebook Profil habe ich, nutze es aber nicht h&auml;ufig, weil mich viele Inhalte nicht interessieren. Was ich aber sehr cool finde ist instagram. Ich bin ein visueller Typ und liebe Fotos. Ich mag es, wenn ich sehe, wo sich die Leute aus meinem Umfeld aufhalten und was sie machen. Auch selbst poste ich gerne Fotos. Nat&uuml;rlich geht es dabei um Selbstinszenierung und das birgt auch die Gefahr, neidisch oder mit seinem eigenen Leben unzufrieden zu werden. Es postet ja niemand ein Foto von sich auf dem er oder sie nicht gut aussieht. Mich pers&ouml;nlich beeinflusst das aber nicht extrem.</p>
<p><em><strong>Wie schafft man es, nicht abh&auml;ngig zu werden von den Likes, die man kriegt?</strong></em><br>
Klar sind die Likes eine Motivation. Da bin ich auch nicht frei davon. Ich freue mich, wenn ich viele Likes habe und frage mich, was wohl der Unterschied ist, wenn ich weniger bekomme. Aber das beeintr&auml;chtigt mein Selbstwertgef&uuml;hl nicht.</p>
<p><em><strong>Hast Du einen Tipp f&uuml;r andere, wie man das eigene Nutzungsverhalten im digitalen Wandel am besten steuert?</strong></em><br>
Ich w&uuml;rde die Technologie einfach als Werkzeug sehen und die positiven Aspekte nutzen.</p>
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		<title>&#8220;Ich bin ein Fan der Digitalisierung und den damit verbundenen Möglichkeiten und Erleichterungen im Alltag.&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabina von Fischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Apr 2018 05:42:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Statements]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://digital-diet.ch/ich-bin-ein-fan-der-digitalisierung-und-den-damit-verbundenen-moeglichkeiten-und-erleichterungen-im-alltag/">&#8220;Ich bin ein Fan der Digitalisierung und den damit verbundenen Möglichkeiten und Erleichterungen im Alltag.&#8221;</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-diet.ch">Digitale Diät</a>.</p>
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	<p><strong>Interview mit Steffi Bergner, Studentin Cast / Audiovisual Media an der ZHdK</strong></p>
<p><em><strong>&laquo;digitale Di&auml;t&raquo;: Du setzt in Deiner Ausbildung: Cast / Audiovisual Media eine Arbeit um zum Thema Smartphone Gebrauch. Worum geht es in Deiner Arbeit?<br>
</strong></em>Steffi Bergner: Ich erstelle f&uuml;r meine Bachelorarbeit eine Webserie bei der in vier Episoden das Thema Smartphone und Beziehungen beleuchtet wird. Ich spreche mit Medienpsychologen f&uuml;r Kinder und Jugendliche und diversen anderen Experten auf dem Gebiet &uuml;ber Verhaltenss&uuml;chte, Erziehung und Trends wie Digital Diet.</p>
<p><em><strong>Was hat Dich dazu inspiriert, dieses Thema aufzugreifen?<br>
</strong></em>Ich kann mich noch an mein erstes Smartphone erinnern. Alles konnte ich von unterwegs aus tun: Freunden texten, Musik h&ouml;ren, coole Apps benutzen. Rasant konnte man immer mehr damit machen. Ich bin ein Fan der Digitalisierung und den damit verbundenen M&ouml;glichkeiten und Erleichterungen im Alltag. Jedoch sollten die smarten Teile nicht unser Denken &uuml;bernehmen und uns gar abh&auml;ngig von ihnen machen. H&ouml;re ich es irgendwo im Zug piepen und vibrieren, greife ich instinktiv in meine Jackentasche und bin entt&auml;uscht, wenn es nicht mein Smartphone ist, das die T&ouml;ne von sich gibt. Das liess mich nachdenklich werden, und mein Interesse f&uuml;r das Thema ist gewachsen.</p>
<p><em><strong>Welche Erkenntnisse hast Du schon gewonnen?<br>
</strong></em>Ich benutze und sch&auml;tze meinen digitalen Freund noch genauso wie vor Beginn meiner Recherche. Nur bin ich aufmerksamer geworden und achte mich, was um mich herum passiert und wie sich meine Mitmenschen verhalten. Ich habe zwei Typen von Menschen kennen gelernt: Jene, die wissen, dass sie zu viel am Ger&auml;t sind und vielleicht ab und zu versuchen das Smartphone beiseite zu legen und jene, die ausrufen: Immer das bl&ouml;de Natel! Das ist okay so. Ich f&uuml;r meinen Teil hielt es f&uuml;r Unsinn, einen handyfreien Tag einzurichten. Daf&uuml;r kenne ich mein Nutzungsverhalten zu gut. Was ich an diesem Tag verpasst h&auml;tte, h&auml;tte ich am n&auml;chsten nachgeholt. Wichtiger ist es, sein eigenes Nutzungsverhalten aufmerksam zu analysieren und zu &uuml;berpr&uuml;fen, was davon wirklich notwendig und was nur verlorene Zeit ist. Das zu unterscheiden, f&auml;llt auch mir nicht immer leicht. Mir hilft es, wenn ich mir etwas anderes g&ouml;nne: Sei es gute Musik oder ein Gespr&auml;ch.</p>
<p><em><strong>Du geh&ouml;rst zu den digital natives und machst ein Studium, das es nur dank der Digitalisierung gibt. Welche Herausforderungen und Chancen bringt die Digitalisierung Deiner Meinung nach mit sich?<br>
</strong></em>Die Digitalisierung &uuml;berfordert viele Menschen aber schafft auch M&ouml;glichkeiten &ndash; zum Beispiel, sich kreativ auszutoben. Die vielen M&ouml;glichkeiten &uuml;berfordern auch mich ab und zu. Aber es ist ganz in Ordnung, wenn man nicht alles versteht. Das Einzige was ich kritisch sehe, ist die Zeit, die dadurch verloren geht. Und, die Zeit ist knapp, weil sich heute alles rasend schnell ver&auml;ndert.</p>
<p>Viele Unternehmen arbeiten nach dem Motto: einfach mal machen und ausprobieren, entweder gelingt etwas gut und wenn nicht, hat man hoffentlich etwas gelernt. Diese Einstellung sagt mir sehr zu. Ich beobachte sie auch bei Kindern, die keine Angst haben vor Neuem und erst einmal ausprobieren. So ist es auch mit der Digitalisierung: Wer nicht versucht, der nicht gewinnt. Man kann alles verteufeln, aber aufzuhalten ist der Fortschritt deswegen noch lange nicht. Da will ich lieber ein Teil davon sein und mitgestalten.<em>&nbsp;</em></p>
<p><em><strong>Wie sieht Deine pers&ouml;nliche On-/Offline Balance aus?<br>
</strong></em>Oft ertappe ich mich dabei, dass ich wieder am Handy bin und gar nicht weiss, was ich eigentlich machen wollte. Darum versuche ich, aufmerksamer durchs Leben zu gehen und bewusster auf Situationen zu achten, in denen ich sonst immer am Handy war, zum Beispiel im Zug. Trotzdem sind wir Gewohnheitsmenschen. Deswegen sollte man sich auch ab und zu selber &uuml;berlisten. Ich verstaue mein Handy manchmal ganz unten in meinem Rucksack, damit ich mir zweimal &uuml;berlege, ob ich es jetzt hervorgrabe oder eben nicht.</p>
<p><em><strong>Wann und wo kann man Deine Arbeit anschauen?<br>
</strong></em>Die Episoden werden ab Mai auf einer eigenen Webseite zu sehen sein, die auch zus&auml;tzliche Infos zu Anlaufstellen f&uuml;r Betroffene oder Interessierte liefert. Auf Instagram und Facebook werde ich zus&auml;tzliche Inhalte publizieren. Geplant ist auch ein Screening im Kino an der Z&uuml;rcher Hochschule der K&uuml;nste. Zus&auml;tzlich findet vom 7. bis 20. Juni an der Z&uuml;rcher Hochschule der K&uuml;nste im Viaduktraum eine Vernissage statt, an der ich meine Arbeit pr&auml;sentiere. Die Ausstellung ist &ouml;ffentlich, und ich freue mich auf jeden Besucher.</p>
<p>Im Moment f&uuml;hre ich noch Interviews durch und bin auf der Suche nach Interviewpartner*innen, welche ihre eigene Geschichte oder Anekdote in Bezug auf ihr Smartphone erz&auml;hlen wollen. Interessierte k&ouml;nnen sich gerne unter <a href="mailto:steffi.bergner@zhdk.ch">steffi.bergner@zhdk.ch</a>&nbsp;bei mir melden.</p>
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		<title>&#8220;Man müsste sich die Frage stellen: Welche Führungsperson ist besser – jene, die sich abgrenzen kann oder jene, die ständig verfügbar ist?&#8221;</title>
		<link>https://digital-diet.ch/man-muesste-sich-die-frage-stellen-welche-fuehrungsperson-ist-besser-jene-die-sich-abgrenzen-kann-oder-jene-die-staendig-verfuegbar-ist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabina von Fischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Apr 2018 06:35:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Statements]]></category>
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	<p><strong>Heute im Interview: Michael Lehner, Leiter F&uuml;hrungsentwicklung, SRF</strong></p>
<p><em><strong>digitale Di&auml;t: Wie sind F&uuml;hrungspersonen von der Digitalisierung betroffen?</strong></em><br>
Michael Lehner: Bei uns kommen viele F&uuml;hrungspersonen urspr&uuml;nglich aus dem Journalismus. Einige haben noch die Zeit erlebt, in der ganz anders produziert wurde. Das heisst, sie mussten, wie viele ihrer Mitarbeitenden auch, erstmals eigene digitale Skills erwerben.<br>
Nebst dieser pers&ouml;nlichen Auseinandersetzung kommt die Herausforderung hinzu, mit den Teams den &laquo;digital shift&raquo; zu bew&auml;ltigen. Die F&uuml;hrungspersonen sind unter anderem daf&uuml;r verantwortlich, ihre Teams zusammenzuhalten und eventuelle Distanzen zwischen &laquo;digital Natives&raquo; und klassischen &laquo;Broadcastern&raquo; zu &uuml;berwinden.</p>
<p><em><strong>Welche Strategien werden eingesetzt, um diese verschiedenen Arbeitskulturen zu vereinen?</strong></em><br>
Mit dem Versuch, gegenseitiges Verst&auml;ndnis aufzubauen. In Kursen bringen wir oft bewusst unterschiedliche Berufsfelder zusammen, damit auch ein direkter Austausch stattfinden kann. Die Feedbacks auf diese interdisziplin&auml;ren Workshops zeigen, dass das Bed&uuml;rfnis andere Arbeitsformen kennenzulernen gross ist.</p>
<p><em><strong>Gibt es bei Euch Regeln bez&uuml;glich On-/Offline-Verhalten, zum Beispiel, bez&uuml;glich wer wem wann mailt und wann nicht?</strong></em><br>
Wir haben keine Vorgaben. Es ist somit im Ermessen der F&uuml;hrungspersonen, wie sie das in ihren Abteilungen umsetzen. Wir produzieren beispielsweise 24 Stunden News. Dies f&uuml;hrt schnell zur allgemeinen &Uuml;berzeugung, dass das On-/Offline Verhalten der Mitarbeitenden nicht einfach so regelbar ist.</p>
<p><em><strong>Was ist Deine Meinung dazu?</strong></em><br>
Ich bin hin- und hergerissen. Es gibt sicher Berufsgruppen, die sich solche Regeln geben k&ouml;nnten. Ich weiss aber nicht, wie es dann f&uuml;r die Andern w&auml;re, bei denen es eben nicht m&ouml;glich ist. Eine &uuml;bergeordnete Weisung oder Empfehlung einzuf&uuml;hren, w&auml;re wahrscheinlich nicht zielf&uuml;hrend. Ich finde es viel wichtiger, dass F&uuml;hrungspersonen sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sind und aufh&ouml;ren, zu Unzeiten Mails zu versenden, Kontakt aufzunehmen oder Auftr&auml;ge zu verteilen.</p>
<p><em><strong>Gibt es eine Reflexion dar&uuml;ber, dass F&uuml;hrungspersonen diese Vorbildrolle zukommt?</strong></em><br>
Ja, dazu gibt es viel Reflexion. In Einzelcoachings wird das individuelle On-/Off-Verhalten zusammen mit den Coaches reflektiert, unter Ber&uuml;cksichtigung des beruflichen Alltags, in dem wir uns in unserem Gesch&auml;ftsfeld bewegen. In Seminaren thematisieren wir den Umgang mit Stress, die Einteilung der Arbeitszeit, etc.</p>
<p><em><strong>Euer beruflicher Alltag war ja schon fr&uuml;her stark gepr&auml;gt von Schnelllebigkeit und kurzen Reaktionszeiten. Was hat sich durch die Digitalisierung ver&auml;ndert? </strong></em><br>
Die Reaktionszeiten werden tats&auml;chlich immer kleiner, da der ganze Online-Bereich anders funktioniert. Die Zeitspanne zwischen Ereignis und Berichterstattung ist somit oft viel k&uuml;rzer als fr&uuml;her. Doch auch bei Breaking News, wenn Ereignisse sich rasch entwickeln und ver&auml;ndern, stellen wir besonders hohe Anspr&uuml;che an Quellentransparenz und an zwei gleichlautende, voneinander unabh&auml;ngige Quellen. Das bedeutet nicht selten viel Druck.</p>
<p><em><strong>Diese durch die Digitalisierung noch gef&ouml;rderte Beschleunigung kann ja dazu f&uuml;hren, dass Menschen M&uuml;he damit haben, abzuschalten. Wie geht ihr damit um? </strong></em><br>
Ich finde es sehr wichtig, alle darauf zu sensibilisieren, sich die Frage zu stellen &laquo;wann bin ich Online und wann gehe ich Offline?&raquo; &ndash; nicht nur in der Freizeit, sondern vor allem auch in den Ferien. Ich finde die Sensibilisierung der F&uuml;hrungspersonen wichtig und die damit verbundene Botschaft, dass sie verantwortlich sind f&uuml;r das On-/Offline-Verhalten ihrer Mitarbeitenden.</p>
<p><em><strong>Wie reagieren F&uuml;hrungspersonen auf diese Sensibilisierung?</strong></em><br>
Mit sehr viel Verst&auml;ndnis. Die meisten finden es wichtig, dass ihre Mitarbeitenden auf die Trennung von On- und Offline-Zeiten achten. Die Vorgesetzten kommunizieren also zunehmend, dass sie keine Erwartung an dauernde Erreichbarkeit gegen&uuml;ber ihren Mitarbeitenden haben. F&uuml;r sich selber legen sie jedoch andere Massst&auml;be an, was die Erreichbarkeit betrifft. Viele sind immer online und erreichbar &ndash; sogar in den Ferien.</p>
<p><em><strong>In vielen Unternehmen wird ja einerseits erwartet, dass sich Mitarbeitende und F&uuml;hrungspersonen abgrenzen k&ouml;nnen. Andererseits wird eine kurze Reaktionszeit oft verstanden als ein Zeichen von Engagement. </strong></em><br>
Ich glaube, dass st&auml;ndige Erreichbarkeit noch viel zu stark verbunden wird mit der Auffassung, dass ich dadurch eine gute F&uuml;hrungsperson bin und das Vertrauen meiner Mitarbeitenden gewinne. Man m&uuml;sste sich die Frage stellen: Welche F&uuml;hrungsperson ist besser &ndash; jene, die sich abgrenzen kann oder jene, die st&auml;ndig verf&uuml;gbar ist? Auf Dauer wahrscheinlich jene, die sich abgrenzen kann und somit auch ein besseres Vorbild f&uuml;r die Mitarbeitenden ist.</p>
<p><em><strong>St&auml;ndige Verf&uuml;gbarkeit bedeutet im Zeitalter des digitalen Wandels ja auch eine F&uuml;lle von Ablenkungsm&ouml;glichkeiten. Welche Strategien gibt es bei Euch, ablenkungsfreie Zeiten und R&auml;ume zu schaffen?</strong></em><br>
Wir versuchen, Zonen zu schaffen, in denen ungest&ouml;rt gearbeitet werden kann. Sobald ich mich in diese Zonen bewege, signalisiere ich, dass ich nicht unterbrochen werden will. Ausserhalb dieser Zonen gibt es die St&ouml;rung permanent. Sie ist auch gewollt, weil dadurch Austausch stattfindet. In Workshops die wir zum Beispiel f&uuml;r Produzentinnen und Produzenten organisieren, ist ein Teil dem Erfahrungsaustausch bez&uuml;glich dieser erwarteten Verf&uuml;gbarkeit gewidmet. Abgrenzungsstrategien sind beispielsweise T&uuml;rh&auml;nger oder Postit-Zettel, auf denen steht: &laquo;Ich bin in einer Viertelstunde zur&uuml;ck&raquo;.</p>
<p><em><strong>Wie gut funktioniert das?</strong></em><br>
Das funktioniert gut. Ich h&ouml;re zunehmend Aussagen, wie froh jemand ist, eine solche Strategie eingef&uuml;hrt zu haben.</p>
<p><em><strong>Das klingt nach einem achtsamen Umgang.</strong></em><br>
Ja, je l&auml;nger je mehr. Das Bewusstsein dar&uuml;ber, dass wir in einem Umfeld arbeiten, in dem wir die ganze Zeit gest&ouml;rt werden, ist gewachsen. Und damit verbunden die Feststellung, dass es dadurch schwierig ist, produktiv und im Flow zu arbeiten. Daraus haben sich Strategien f&uuml;r einen besseren Umgang mit Ablenkung entwickelt.</p>
<p><em><strong>Wie sieht Dein pers&ouml;nliches On-/Offline-Verhalten aus?</strong></em><br>
Ich habe f&uuml;r mich pers&ouml;nlich verschiedene Regeln eingef&uuml;hrt. Eine relativ neue Regel zum Beispiel, die sich gut bew&auml;hrt in den Ferien. Ich bearbeite dort jeden zweiten Tag eine halbe Stunde lang Mails. Nach einer halben Stunde schalte ich wieder aus. Der Hintergrund dieser Strategie ist, dass ich es einfacher finde, jeden zweiten Tag eine halbe Stunde zu investieren, anstatt nach den Ferien eine Mail-Flut vorzufinden, die bei mir ein schlechtes Gef&uuml;hl erzeugt.<br>
Eine andere Regel, die ich einzuhalten versuche, ist, dass ich nach 20 Uhr keine Mails mehr beantworte und am Morgen das Handy erst anschaue, sobald ich das Haus verlasse. Dadurch entstehen neue Freir&auml;ume. Ich starte viel gelassener in den Tag und habe das Gef&uuml;hl, dass ich dadurch die mir wichtige Zeit am Morgen ausdehnen kann.</p>
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		<title>&#8220;Diese Janusköpfigkeit der Digitalisierung macht mich manchmal hilflos.&#8221;</title>
		<link>https://digital-diet.ch/diese-januskoepfigkeit-der-digitalisierung-macht-mich-manchmal-hilflos/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabina von Fischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Mar 2018 08:29:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Statements]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://digital-diet.ch/?p=2860</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://digital-diet.ch/diese-januskoepfigkeit-der-digitalisierung-macht-mich-manchmal-hilflos/">&#8220;Diese Janusköpfigkeit der Digitalisierung macht mich manchmal hilflos.&#8221;</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-diet.ch">Digitale Diät</a>.</p>
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	<p><strong>Heute im Interview:&nbsp;Dr. Sarah Beyeler, Projektassistentin <a href="http://www.forum.unibe.ch/" target="_blank" rel="noopener">Forum f&uuml;r Universit&auml;t und Gesellschaft</a>, Universit&auml;t Bern.</strong></p>
<p><em><strong>digitale Di&auml;t: Wie bist Du als Wissensarbeiterin von der Digitalisierung betroffen?</strong></em><br>
Sarah Beyeler: Sicher von der st&auml;ndigen Ablenkung. Wissensarbeit ist ja davon gepr&auml;gt, dass man l&auml;ngere Zeit an etwas arbeitet, zum Beispiel an einem Text, und dabei nicht abgelenkt werden m&ouml;chte, zum Beispiel durch Mails. Gleichzeitig hilft die Digitalisierung. Es gibt zum Beispiel Programme, die helfen, Wissen zu verarbeiten oder zu b&uuml;ndeln.<br>
F&uuml;r meine Arbeit ist die Ablenkung eine Herausforderung, der ich mich stellen muss. K&uuml;rzlich hat mir eine Bekannte gesagt, dass sie gef&uuml;hlte 500 Mal ihre Mailbox checkt, weil sie es nicht ertragen kann, wenn sich ihr Posteingang f&uuml;llt und sie ihre Mails laufend abarbeiten will. Ich habe das fr&uuml;her auch so gehandhabt. Ich hatte den Anspruch, m&ouml;glichst rasch zu antworten, um so Engagement und Motivation zu zeigen. Ich merkte aber, dass mich das ziemlich unter Druck setzte und mich vom vertieften Arbeiten abhielt. Daher g&ouml;nne ich mir Mail-freie Zeiten, mittlerweile ohne schlechtes Gewissen.</p>
<p><em><strong>Welche Strategien hast Du Dir angew&ouml;hnt?</strong></em><br>
Mein Handy liegt nicht auf dem Schreibtisch, sondern in meiner Tasche und ist auf lautlos gestellt. Mails checke ich morgens, mittags und nachmittags. Wenn das Programm offen ist, kriege ich keine Signale bei eintreffenden Mails. Meine B&uuml;ronachbarin hat den Signalton zum Beispiel eingeschaltet. Ich h&ouml;re das zwar, es st&ouml;rt mich aber nicht, weil ich weiss, das sind ihre Mails, die gehen mich nichts an. Mich st&ouml;rt es im Arbeitsprozess, wenn die Signale mir gelten. Dann schaue ich nach und verzettle mich. Verzettelung ist oft die Konsequenz, sobald ich mich ablenken lasse. Wenn ich mitten im Arbeitsprozess ein Mail beantworte, laufen schon zwei Dinge parallel. Das st&ouml;rt.</p>
<p><em><strong>Wie gut gelingt es Dir, diese Strategien anzuwenden?</strong></em><br>
Nicht immer gleich gut. Es kommt auf mein Stresslevel oder auf anstehende Arbeiten an. Wenn eine Veranstaltung unmittelbar bevorsteht, bin ich dauernd erreichbar. Wenn dann zum Beispiel ein Referent krank ist und absagen muss, bin ich froh um jede Stunde, in der ich das fr&uuml;her weiss und reagieren kann.<br>
Die digitalen Tools helfen mir hingegen extrem bei der Arbeitsorganisation &ndash; sei es nur schon, die Gliederung und Strukturierung meiner to do-Liste. Das finde ich genial und eine grossartige Unterst&uuml;tzung &ndash; vorausgesetzt, dass man jene Tools gefunden hat, die einem pers&ouml;nlich liegen und die zur Art der Arbeit passt. Das herauszufinden wiederum ist nicht ganz einfach, weil es so viele gibt.</p>
<p><em><strong>Die Digitalisierung erm&ouml;glicht einen globalisierten Zugriff auf Wissensbest&auml;nde. Welche Vor- und Nachteile siehst Du darin?</strong></em><br>
Ich finde es grunds&auml;tzlich gut, wenn der Zugang zu Wissen f&uuml;r m&ouml;glichst viele offen ist. Aber, man muss damit umgehen k&ouml;nnen und wissen, wie was suchen und wie Brauchbares von Unbrauchbarem trennen. Mich &uuml;berfordert die F&uuml;lle an Daten nicht mehr. Ich konnte mir durch meine Ausbildung an der Universit&auml;t viel Routine im Umgang mit grossen Datenmengen aneignen und lernte vor allem, beim Recherchieren auch mal einen Schlussstrich zu ziehen.</p>
<p><em><strong>Wie navigierst Du im Datendschungel?</strong></em><br>
Ich achte auf die Quellen, also darauf, wer welches Wissen verbreitet. So kann ich es einordnen und die Relevanz einsch&auml;tzen. Ich filtere also aufgrund der Herkunft des Wissens, soweit ich es nachvollziehen kann. Ich gewichte beispielsweise Wissen, das von einer mir bekannten Institution verbreitet wird h&ouml;her, als solches, das von irgendeiner Privatperson verbreitet wird. Es braucht manchmal auch etwas Zeit, bestimmte Daten zu &uuml;berpr&uuml;fen.</p>
<p><em><strong>Wie wirkt sich die Digitalisierung auf Dein Leben aus?</strong></em><br>
F&uuml;r mich &uuml;berwiegen die positiven Effekte &ndash; weil sie meinem Lebensstil sehr entgegenkommen. Ich habe zum Beispiel eine kleine Wohnung und keine Lust auf herumstehende B&uuml;cher und CDs. Bei mir ist die Bibliothek f&uuml;r Musik und B&uuml;cher, TV sowie Kamera auf einem Ger&auml;t verf&uuml;gbar. So brauche ich viele physische Gegenst&auml;nde nicht. Das finde ich super.<br>
Dann gibt es Aspekte, die ich vielleicht zu stark verdr&auml;nge. Mit meinem Nutzungsverhalten generiere ich andauernd Daten. Manchmal frage ich mich, ob ich es mir zu leicht mache, wenn ich mir sage: I don&rsquo;t care, ich habe nichts zu verbergen. Obwohl ich mit manchem nicht einverstanden bin, ist es mir zu anstrengend, die Konsequenz zu tragen und nachzuvollziehen, wohin meine Daten gehen, wenn ich eine bestimmte App benutze. Mein Schrittez&auml;hler &ndash; den ich super finde &ndash; schickt meine Daten nach Kalifornien. Klar finde ich das nicht toll, aber heisst das nun, dass ich diese App nicht mehr nutzen sollte? Ich stelle fest, dass mir das zu anstrengend ist. Trotzdem m&ouml;chte ich nicht, dass die Krankenkasse pl&ouml;tzlich nachvollziehen kann, welchen Lebensstil ich pflege. Sowas untergr&auml;bt dann schon Werte, die mir eigentlich wichtig sind. Mir ist manchmal nicht ganz klar, inwiefern ich diese Tendenz beispielsweise durch die Nutzung meiner Gesundheitsapp mitmitbestimme. Das ist die Schattenseite, die ich sicher zu stark ausklammere. Auf der anderen Seite kommen die ganzen Sharing-Plattformen meinem pers&ouml;nlichen Werteverst&auml;ndnis wieder sehr entgegen &ndash; sei es beispielsweise eine App gegen Foodwaste oder &auml;hnlich. Das finde ich super.</p>
<p><em><strong>Gibt es Momente, in denen Du bewusst Offline bist?</strong></em><br>
Ja, aber noch zu wenig. In der Nacht bin ich offline. Zudem ist mein Nutzungsverhalten auch abh&auml;ngig davon, ob ich mit meinem Partner zusammen bin oder nicht. Wir schreiben uns recht viel. Wenn ich mit ihm zusammen bin, bin ich eher offline. Was mir sehr schwerf&auml;llt ist, das Smartphone gar nicht dabei zu haben. Das finde ich recht bedenklich.</p>
<p><em><strong>Was ist die Schwierigkeit?</strong></em><br>
Ich weiss nicht, ob es eine Gewohnheit ist, das Smartphone dabei zu haben. Es h&auml;ngt sicher damit zusammen, dass ich eben auf dem Smartphone sehr viel zur Verf&uuml;gung habe &ndash; meine B&uuml;cher, Podcasts, etc. Ich finde es schwierig zu sagen, wo die Grenze ist zwischen dem Nicht-Ohne-Sein-K&ouml;nnen und der Tatsache, dass ich ein Buch oder eine Zeitung halt auf dem Smartphone statt auf Papier lese. Das erschwert es nat&uuml;rlich, mich von diesem Ger&auml;t zu distanzieren, weil ich das Gef&uuml;hl habe, dass mir dann etwas fehlt.<br>
Mich besch&auml;ftigt aber, wie sich die Gesellschaft ver&auml;ndert &ndash; gerade im Zusammenhang mit den Smartphones. Dass es fast nicht mehr geht ohne. Und ich glaube, dass vieles nicht in eine Gute Richtung l&auml;uft. Stichwort &laquo;citizen score&raquo; in China. Da wird eine Unmenge an Daten gesammelt zu deinem Verhalten als B&uuml;rger, was dann wieder Einfluss darauf hat, ob du zum Beispiel einen Kredit bekommst oder nicht. Das finde ich krass. Ich will gar nicht wissen, was man &uuml;ber mich alles wissen k&ouml;nnte. Ich tue mich schwer damit, diese Erkenntnis zu haben und mein Nutzungsverhalten trotzdem beizubehalten. Es erleichtert halt so viel, zum Beispiel meinen recht mobilen Lebensstil und meine Tendenz zum Minimalismus. Diese Janusk&ouml;pfigkeit der Digitalisierung macht mich manchmal hilflos.</p>
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